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München
(ots) -
* Die Trends im Wintersport 2002/2003: leicht erlernbar bei
viel Spaß und Action * New School-Bewegung setzt sich weiter
fort - noch größere Pipes, noch höhere Big Air-Schanzen,
noch mehr Boardercross- und Freeride-Pisten sowie Funparks
* "Leiser" Winter-Outdoorsport auf dem Vormarsch: Tourengehen,
Schneeschuhwandern, Rodeln und Langlauf
* Telemark befreit sich aus dem Nischendasein
Wir wollen
alles, einfach alles! Wir, das ist die Generation Y. Eine Generation
von jungen Wilden, klassischen Skitouristen, Klein- und Groß-Familien
bis hin zu sportlichen Rentnern. Und "alles" heißt: ausprobieren
was es so Neues gibt, für's Vergnügen auf dem Schnee. Hauptsache
ist: Viel Abwechslung! Die Angebote sind schließlich da. Auch
wenn die meisten Wintersportler immer weniger Zeit in Ausbildung
und Erlernen der Sportarten investieren. Die Industrie hat das
längst erkannt und entwickelt immer leichter und damit auch
schneller erlernbare Sportarten - und sorgt außerdem dafür,
dass die bereits etablierten Sport-Geräte komfortabler und einfacher
funktionieren, vor allem dank der besser zu beherrschenden technischen
Ausstattung der Geräte.
Aber auch
die Wintersport-Orte rüsten reihenweise auf: Kitzbühel mit neuem
Funpark am Horn, daneben Garmisch, Livigno, Meiringen und Tigne
mit teils schon umgesetzten Plänen. New-School-Stadien entstehen,
verstaubte Pipes erstrahlen in neuem Glanz, Funparks werden
größer und größer. Außerdem entstehen jede Menge Bordercross-Pisten
und noch höhere Big-Air-Schanzen für verstärkte Medienauftritte,
daneben Freeride-Pisten, aber auch neue, beschneibare Flutlicht-Rodelbahnen.
Und schon
dreht sich das Karussell auf der Suche nach "Action & Spaß":
Ski in die Ecke, dafür mal den Bob testen. Mal wieder Langlaufen
probieren und das Snowboard warten lassen. Tubing statt Bigfoot,
Eisklettern statt Schneeschuhwandern, Telemarken statt Tourengehen,
Snow-Kiten statt Schlittenfahren und vor allem fliegen statt
gleiten.
Wir wollen
alles und bekommen es auch. Skibergsteiger-Wettkämpfe etwa.
Diese recht anstrengende Form des Tourengehens ist in den romanischen
Ländern schon seit Jahren bekannt und hat auch hierzulande mittlerweile
einen Boom unter den Sportlichen ausgelöst: Per Tourenski geht
es auf der einen Bergseite hinauf, auf der anderen Seite wieder
hinunter. Ganz schön spannend für die Zuschauer, die aus sicherer
Distanz verfolgen können, wer gerade führt und wer gerade wen
überholt. Nicht ungewöhnlich sind dabei Massenstarts mit 50
bis 500, bei großen Wettkämpfen sogar bis zu 2500 Läufern.
Wer lieber
ohne Wettkampfstress unterwegs sein möchte, schließt sich der
wachsenden Fangemeinde an, die auf Tourengehen am Rande einer
Piste setzt: Gipfel und sichere Abfahrten auch für mittelgute
Fahrer auf präparierter Piste winken. Und preiswert ist dieser
Wintersport allemal, denn auf teure Lawinensicherheitsausrüstung
können die Tourengeher hier getrost verzichten.
In Sachen
Sicherheitssysteme rüsten vor allem Snowboarder auf. Denn der
Trend, im unpräparierten Schnee abseits den Pisten zu fahren,
hält nach wie vor auch in der kommenden Saison an. Die Boarder
steigen entweder mit teilbaren Brettern auf, die sie am Gipfel
zusammenbauen können, oder mit kurzen Tourenski und Board im
Rucksack.
Zunehmend
gefragt werden Schneeschuhe sein. Ob als Wander- oder hochsportliche
Lauf-Geräte, ihre Träger zieht es in ruhigere Berg- und Waldwildnis,
fernab vom Pistenrummel. Zulegen wird auch das Eisklettern:
die Touren mit Eispickel und Steigeisen tauchen bei mehr und
mehr Sportreiseveranstaltern auf oder locken als Firmen-Event.
So ist es keine Seltenheit, wenn sich bis zu 300 Teilnehmer
an den kalten Eiswänden versuchen, die aus künstlich vereisten
Stahlgerüsten oder Betonmauern gezaubert werden.
Auffallen
werden in der kommenden Saison auch Telemarker. Einerseits wegen
ihres tänzerischen Fahrstils und den wohl coolsten Schwüngen
überhaupt. Andererseits aufgrund ihrer wachsenden Präsenz auf
den Pisten. Und so befreit sich dieser anspruchsvolle Sport,
der auch konditionell einiges abverlangt, aus seinem Nischendasein.
Etablieren
als Funsport wird sich New School." Von 12 bis 25 Jahren reicht
da die Altersspanne der sportlichen Dahinflieger, die Fun auf
der Piste und im Leben drumherum so schätzen. Hermann Reitberger,
mehrfacher Trickski-Weltmeister und Veranstalter der "New-School-World-Tour":
"Snowboarder entdecken die noch größeren Superpipes. Das beste
was Skifahrern passieren kann, denn die können dann verstärkt
in die freiwerdenden Pipes. Dort sind sie sowieso schneller
unterwegs, können viel extremere Dinge fahren, höher springen
als Snowboarder."
Dass sich
Skiercross absolut weiterentwickeln wird, sieht übrigens nicht
nur Hermann Reitberger. Diese moderne, junge Rennlaufvariante
wird den alpinen, eher adrenalinlosen Slalom- bis Abfahrt-Klassikern
gehörig Konkurrenz machen, ahnt auch Flory Kern, Extremskifahrer
und Bergführer: "Skiercross zieht unheimlich, ist absolut medienwirksam.
Da muss man keine Ahnung vom Skifahren haben, man kann es einfach
anschauen und genießen, wie beim Autorennen."
Es mal "so
richtig knallen sehen" spricht also deutlich für den Trend zur
immer größeren, meist jungen Spaßgesellschaft. Zu denen zählen
2002/3 auch die Freerider, Schmelztiegel der Individualisten.
Mit Ski aber auch Snowboard oder Telemarkski machen sich selbst
noch um die 40jährige auf die Suche nach Nervenkitzel in Tiefschnee,
in steilen Couloirs und bei Sprüngen. In dieser Altersgruppe
reicht übrigens das Potential der echten, also "leisen" Naturfreaks
ins "Unendliche". Winter-Outdoorsport abseits vom schnellen,
lauten Konsumrausch der Jugend heißt 2002/3 eines ihrer Topthemen,
um das sich auch die Industrie kräftig bemüht: "Tourengehen
easy", Langlauf-Revival, Schneeschuhwandern und Rodeln.
Und noch
ein Segment scheint in Zukunft den Herstellern stark am Herzen
zu liegen: die Frau. Herrscherin über den Geldbeutel, auch auf
Schnee. Umgarnt wird sie mit Lady-Programmen und auf die anatomischen
Unterschiede hin speziell konstruierte Ski und alpine Softboots.
Ob sich Frau allerdings mit dem "snowskate" anfreunden wird?
Die Idee, die aus der Skateboard-Ecke kommt und in den Wintersport
übertragen werden soll, braucht zwar Schnee aber keine Berge
und wird als reine Nebenbeschäftigung zum Snowboarden gesehen.
Ob die Snowskater dabei einen dieser angesagten Helme tragen
werden? Mit Sicherheit, denn in Amerika ist Helmtragen längst
unumgänglicher Trend. Leicht und zierlich sind die Modelle der
kommenden Generation, isolieren gut und sehen ziemlich cool
aus.
Dies alles
und sehr viel mehr auf der ispo 2002 Winter, Samstag, 2. bis
Dienstag, 5. Februar 2002, Neue Messe München:
ski_ispo:Halle B2, B3, C3
board_ispo:Halle A1, A2, A3
outdoor_ispo:Hallo B4, B5, B6
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